Ein fächerübergreifender Studiengang zwischen Medientheorie und -praxis
Mediendramaturgie ist ein interdisziplinäres Fach zur Geschichte, Theorie und Praxis von Theater, Film und Fernsehen, von Hörfunk und Neuen Medien. Kooperiert wird deshalb aufs engste mit den Fächern Film- und Theaterwissenschaft.
Lehrangebot
Schwerpunkt des Studiengangs ist die wissenschaftliche Ausbildung im Umgang mit dramaturgischen Formen und ästhetischen Mustern des audiovisuellen Erzählens wie der theatralen Inszenierung. Das schließt die historisch-kritische Auseinandersetzung mit medienspezifischen Darstellungen ein, mit genretypischen Motiven und stilistischen Formen, auch mit experimentellen und innovativen Elementen in Theater, Film und Fernsehen. In geringerem Maße werden auch Dramaturgie und Ästhetik der unterschiedlichen Hörfunk-Formate und Gestaltungsformen “Neuerer Medien” (CD-ROM, DVD, Internet, Computerspiel) untersucht.
Diese wissenschaftliche Bildung wird durch praktische Seminare und Übungen erweitert. Ziel ist eine Schulung grundlegender Fertigkeiten im kreativen Schreiben, im dramaturgischen Lektorat von Texten sowie im Umgang mit Aufnahme- und Schnittapparaturen. Außerdem wird eine Beschäftigung angestrebt mit dramaturgischen Funktionen von Ausstattung, Kostüm und Requisite sowie mit Inszenierungsstrategien von “Figuren im Raum”.
Zu proben und nachzuweisen ist der persönliche Stand von theoretischen und praktischen Kenntnissen bei der Durchführung eigener Projekte: beim Filmischen Modellversuch (innerhalb der Filmwissenschaft) wie bei Szenischen Projekten (innerhalb der Theaterwissenschaft).
Studienabschluss
Das Fach Mediendramaturgie ist ein interdisziplinärer Diplomstudiengang. Der Abschluss erfolgt nach dem 8. Fachsemester. Nach bestandener Prüfung wird den AbsolventInnen der akademische Grad einer “Diplom-Mediendramaturgin” bzw. eines “Diplom-Mediendramaturgen” verliehen.
Achtung: Der Diplomstudiengang „Mediendramaturgie“ ist ein auslaufender Studiengang. Es ist kein Studienbeginn, sondern nur noch eine Zulassung in höhere Fachsemester möglich. Der Studiengang ist zulassungsbeschränkt.
Die Lehrenden
Leiter: Univ-Prof. Dr. Norbert Grob
Mitarbeiter: Dr. Ivo Ritzer
Dazu: Lehrbeauftragte aus der Praxis von Theater, Film und Fernsehen, Hörfunk und Neuen Medien
Kooperationen
Kooperiert wird mit Redaktionen des ZDF und der Filmredaktion des WDR, dem Deutschen Filmmuseum in Frankfurt und dem FilmMuseum in Berlin, der Graduate School of Asian and Modern European Languages in Edinburgh (Schottland), den Universitäten in Memphis und Muncie (USA) sowie mit Produktionsfirmen für Film und Fernsehen und anderen Universitäten.
Studienaufbau
Eine detaillierte Übersicht über die erforderlichen Leistungsnachweise in den verschiedenen Bereich könnten Sie sich hier herunterladen:
Studienanforderungen Diplom Mediendramaturgie
Grundstudium 1. – 4. Semester
- Besuch von Vorlesungen, Übungen, Proseminaren
- studienbegleitende Leistungsnachweise
- Ziel: Überblick über die Kerngebiete und Methoden der Mediendramaturgie, Vermittlung der Techniken wissenschaftlichen Arbeitens
- Zwischenprüfung
Hauptstudium 5. – 9. Semester
- studienbegleitende Leistungsnachweise
- Ziel: Vertiefung der wissenschaftlichen Ausbildung, Wahl von Studienschwerpunkten, die relativ frei nach eigenen Interessen und Kenntnissen ausgesucht werden können
- Diplomprüfung


